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Schulanfang 2026

TCS und BFU fordern mehr Bremsbereitschaft auf dem Schulweg

Zum Schulanfang 2026 warnen TCS und BFU vor Routine am Steuer. Jedes Jahr verunfallen über 700 Kinder im Strassenverkehr, rund 40 Prozent davon auf dem Schulweg. Die Kampagne «Luege, Brämse, Halte» rückt nun das Bremsen ins Zentrum. Lastwagen tragen die Botschaft zusätzlich auf die Strasse.
Nach den Sommerferien sind wieder tausende Kinder auf dem Schulweg unterwegs. After summer vacation, thousands of children are once again on their way to school. Après les vacances d’été, des milliers d’enfants reprennent le chemin de l’école.
© Touring Club Schweiz
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Jedes Jahr verunfallen über 700 Kinder bis 14 Jahre im Strassenverkehr, rund 40 Prozent davon auf dem Schulweg.
• Die TCS-Kampagne «Luege, Brämse, Halte» rückt im zweiten Jahr das angepasste Tempo ins Zentrum.
• Die BFU empfiehlt Wenn-dann-Vorsätze und fordert zusätzlich strukturelle Massnahmen im Strassenraum.

TCS und BFU fordern mehr Brems­bere­itschaft auf dem Schul­weg. Nach den Som­mer­fe­rien sind wieder tausende Kinder zu Fuss unter­wegs. Viele von ihnen ken­nen ihren Schul­weg noch kaum. Gle­ichzeit­ig fahren Erwach­sene in gewohn­ter Rou­tine zur Arbeit. Genau diese Kom­bi­na­tion erhöht das Risiko im Quarti­er.

Über 700 Kinder verunfallen jährlich im Strassenverkehr

Laut BFU verun­fall­en jedes Jahr über 700 Kinder bis 14 Jahre im Strassen­verkehr. Sie sind dabei zu Fuss, mit dem Trot­tinett oder mit dem Velo unter­wegs. Rund 40 Prozent dieser Unfälle passieren auf dem Schul­weg. Kinder schätzen Dis­tanzen und Geschwindigkeit­en noch nicht zuver­läs­sig ein. Zudem fällt es ihnen schw­er, Geräusche zu orten oder mehrere Gefahren gle­ichzeit­ig wahrzunehmen.

Kampagne Luege Brämse Halte rückt das Bremsen ins Zentrum

Der TCS führt die nationale Kam­pagne «Luege, Brämse, Halte» im zweit­en Jahr durch. Auf­tragge­ber ist der Fonds für Verkehrssicher­heit. Im ersten Jahr stand die aufmerk­same Wahrnehmung im Vorder­grund. Nun rückt der TCS das Brem­sen ins Zen­trum. Denn wer nur die Höch­st­geschwindigkeit ein­hält, fährt deswe­gen noch nicht angepasst.

Wenn dann Vorsätze durchbrechen den inneren Autopiloten

Die BFU beschreibt eine Lücke zwis­chen Wis­sen und Ver­hal­ten. Fast alle Lenk­enden ken­nen die Gefahr, han­deln unter Zeit­druck aber anders. Laut Andrea Uhr von der BFU begün­stigt das gewohn­heitsmäs­sige Fahren diesen Effekt. Die BFU emp­fiehlt deshalb konkrete Wenn-dann-Vorsätze. Ein Beispiel ist der Vor­satz, bei Kindern am Strassen­rand langsamer und brems­bere­it zu fahren.

Interaktiver Test zeigt den Anhalteweg bei höherem Tempo

Der TCS ergänzt die Kam­pagne um einen inter­ak­tiv­en Test. Fahrzeu­glenk­ende erleben darin typ­is­che Verkehrssi­t­u­a­tio­nen. Das Tool zeigt, wie stark die Geschwindigkeit den Anhal­teweg ver­längert. Beson­ders rel­e­vant ist das in Wohn­quartieren und bei Hal­testellen des öffentlichen Verkehrs. Auch an Orten mit eingeschränk­ter Sicht zählt jed­er Kilo­me­ter pro Stunde.

Lastwagen tragen die Botschaft auf die Strasse

Zusät­zlich lanciert der TCS die Ini­tia­tive «Ich halte für jedes Kind ganz an». Der Nutz­fahrzeugver­band ASTAG und der Berufsver­band Les Routiers Suiss­es machen mit. Aufk­le­ber und Fahrzeugbeschrif­tun­gen brin­gen die Botschaft schweizweit auf Last­wa­gen. Beruf­schauf­feure wer­den damit zu sicht­baren Botschaftern der Kam­pagne.

Bilanz des ersten Kampagnenjahres zeigt breite Beteiligung

Gemein­den und Polizeiko­rps nutzten im ersten Jahr rund 6’000 Plakat­stan­dorte. Dazu kamen über 4’000 Ban­ner und mehr als 90’000 verteilte Sen­si­bil­isierungsar­tikel. Über 1’000 Schulk­lassen beteiligten sich zudem an der Kam­pagne. Sie gestal­teten rund 30’000 Duft­fig­uren für Fahrzeu­glenk­ende. Diese Zahlen stam­men vom TCS und bele­gen die Reich­weite des Part­ner­net­zw­erks.

Eltern üben den Schulweg vor dem ersten Schultag

Der TCS rät Eltern, den Schul­weg vor dem ersten Schul­t­ag gemein­sam abzuge­hen. Kinder soll­ten dabei sichere Querungsstellen und richtige Ver­hal­tensweisen ler­nen. Helle Klei­dung und reflek­tierende Ele­mente erhöhen die Sicht­barkeit zusät­zlich. Wer mit Velo oder Trot­tinett fährt, übt die Strecke ide­al­er­weise mehrmals. Über den Dienst Safe2School Alert erhal­ten Inter­essierte zudem Hin­weise zum Schul­start.

BFU verlangt zusätzlich strukturelle Massnahmen im Strassenraum

Sen­si­bil­isierung allein genügt der BFU nicht. Sie hält struk­turelle Mass­nah­men für wirk­samer. Dazu zählt sie sicher­heit­sori­en­tierte Geschwindigkeit­sregimes innerorts. Eben­so nen­nt sie eine selb­sterk­lärende und fehlerverzei­hende Infra­struk­tur. Schliesslich fordert sie, Sichthin­dernisse zu beseit­i­gen und Querungsstellen regelmäs­sig zu über­prüfen.

Wie viele Kinder verun­fall­en in der Schweiz auf dem Schul­weg?

Jährlich verun­fall­en über 700 Kinder bis 14 Jahre im Strassen­verkehr, rund 40 Prozent davon auf dem Schul­weg.

Er ste­ht für aufmerk­sames Schauen, angepasstes Brem­sen und voll­ständi­ges Anhal­ten vor Kindern.

Kinder treten unver­mit­telt hin­ter Sichthin­dernissen auf die Strasse, weshalb Lenk­ende ihr Tem­po den Umstän­den anpassen müssen.

Es sind konkrete Hand­lungsregeln für typ­is­che Sit­u­a­tio­nen, die einge­spielte Fahrge­wohn­heit­en gezielt durch­brechen.

Sicher­heit­sori­en­tierte Geschwindigkeit­sregimes innerorts, fehlerverzei­hende Infra­struk­tur, weniger Sichthin­dernisse und geprüfte Querungsstellen.

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