Der öffentliche Verkehr in der Schweiz bleibt sicher, pünktlich und zunehmend sauber. Das zeigen zwei neue Berichte des Bundesamts für Verkehr (BAV). Der erste bewertet generell die Sicherheit im ÖV. Der zweite misst die Qualität im regionalen Personenverkehr. Beide bestätigen ein insgesamt hohes Niveau.
ÖV bleibt eines der sichersten Verkehrsmittel
Wer in der Schweiz den ÖV nutzt, reist laut BAV sehr sicher. So starben 2025 in Bahn, Seilbahn und Schiff keine Fahrgäste. Die Zahl der schwerverletzten Passagiere lag im einstelligen Bereich. Die Eisenbahn bleibt damit eines der sichersten Verkehrsmittel. Den Befund stützt der Sicherheitsbericht 2025.
Mehr Unfälle im städtischen Tram- und Busverkehr
Anders sieht es dagegen im städtischen Nahverkehr aus. Denn dort nehmen schwere Unfälle seit einigen Jahren zu. 2025 starben im Tram- und Busverkehr drei Personen. Häufigste Ursache bleibt das Missachten von Strassenverkehrsregeln. Oft trifft die Schuld andere Verkehrsteilnehmende. BAV und Branche reagierten zudem mit einer Präventionskampagne.
Schweiz im europäischen Sicherheitsvergleich vorne
Im internationalen Vergleich steht die Schweiz weit vorne. Bei der Bahnsicherheit belegt sie Rang drei. Vor ihr liegen nur Grossbritannien und die Niederlande. Bei getöteten und schwerverletzten Fahrgästen ist sie aktuell europaweit am sichersten. Ein Thema bleibt der Unfall im Gotthard-Basistunnel von 2023. Die SUST legte ihren Bericht vor, worauf das BAV Massnahmen anordnete. Deren Inkraftsetzung ist wegen Beschwerden jedoch blockiert.
Regionalverkehr 2025: mehr Pünktlichkeit
Auch die Qualität im Regionalverkehr stimmt. So waren 2025 über 95 Prozent der Regionalzüge pünktlich. Bei den Bussen lag der Wert bei 90 Prozent. Als pünktlich gilt eine Verspätung unter drei Minuten. Gegenüber 2024 stieg die Pünktlichkeit in allen Kategorien. Die meisten Reisenden kamen ohne Zwischenfälle ans Ziel.
Sauberkeit verbessert, Fahrgastinformation schwächer
Bei der Sauberkeit gab es ebenfalls Fortschritte. Sie verbesserte sich über drei Jahre deutlich, besonders an den Haltestellen. Trotzdem zählt sie weiter zu den schwächsten Kriterien. Schlechter bewerteten die Testkundinnen 2025 die Information im Fahrzeug. Insgesamt setzte sich der Aufwärtstrend aber fort.
Hintergrund: zwei BAV-Berichte
Die Befunde stammen aus zwei Berichten des Bundesamtes für Verkehr (BAV). Der Sicherheitsbericht erschien am 4. Juni 2026. Der Qualitätsbericht zum Regionalverkehr folgte bereits am 21. Mai. Die Qualität misst das System QMS RPV seit 2016. Damit beurteilen Bund und Kantone das bestellte Angebot.
Wie sicher ist der öffentliche Verkehr in der Schweiz?
Laut Bundesamt für Verkehr BAV ist der ÖV sehr sicher. In Bahn, Seilbahn und Schiff gab es 2025 keine getöteten Fahrgäste. Bei getöteten und schwerverletzten Fahrgästen ist die Schweiz europaweit am sichersten.
Wo nehmen die Unfälle im ÖV zu?
Die schweren Unfälle nehmen im städtischen Tram- und Busverkehr zu. 2025 starben dort drei Personen, meist wegen Missachtens von Strassenverkehrsregeln.
Wie pünktlich war der Regionalverkehr in der Schweiz 2025?
Über 95 Prozent der Regionalzüge und 90 Prozent der Busse waren pünktlich, also weniger als drei Minuten verspätet.
Hat sich die Sauberkeit im ÖV verbessert?
Ja. Die Sauberkeit verbesserte sich über drei Jahre deutlich, besonders an den Haltestellen. Sie bleibt aber eines der schwächsten Kriterien.
Welchen Rang hat die Schweiz bei der Bahnsicherheit?
Die Schweiz belegt im europäischen Vergleich Rang drei, hinter Grossbritannien und den Niederlanden.
Worauf beruhen die Zahlen?
Die Daten stammen aus dem BAV-Sicherheitsbericht 2025 und dem Qualitätsbericht zum Regionalverkehr (QMS RPV, seit 2016).