Seit 2021 dürfen Schweizer Jugendliche ab 16 Jahren 125ccm-Motorräder fahren – und sie tun dies begeistert. Die Neuzulassungen haben sich verfünffacht, der Töff ist zum Alltagspartner für Arbeit, Schule und Freizeit geworden. Doch mit dem Boom steigt auch die Zahl der Unfälle. Deshalb fordert der Verband motosuisse jetzt: bessere Ausbildung statt Altersgrenze rauf. Dies hat motosuisse in einer Medienmitteilung mitgeteilt.
125ccm-Töffs boomen – doch auch die Unfallzahlen steigen
Innerhalb von drei Jahren hat sich der Markt für 125ccm-Motorräder in der Schweiz verfünffacht. Doch mit der wachsenden Beliebtheit steigt auch das Risiko. Besonders in den ersten Monaten nach Ausstellen des Lernfahrausweises sind Jugendliche überdurchschnittlich häufig in Unfälle verwickelt.
motosuisse setzt auf mehr Praxis und Theorie
Statt das Mindestalter wieder auf 18 Jahre anzuheben, fordert motosuisse wirksamere Begleitmassnahmen. Dazu gehört ein früherer Beginn der Praktischen Grundschulung (PGS) – idealerweise schon vor der ersten freien Fahrt im Verkehr. Zudem soll ein jugendgerecht gestalteter Verkehrskunde-Kurs (VKU) die Risiken und Besonderheiten des Motorradfahrens vermitteln.
Schutzbekleidung – cool, aber sicher
Viele Verletzungen entstehen, weil die Schutzausrüstung fehlt oder schlecht sitzt. Handschuhe, Helm, Jacke, Hose und Stiefel gehören immer dazu – egal wie heiss es ist oder wie kurz die Strecke. Airbag-Jacken setzen sich im Strassenverkehr durch und schützen besonders den Brust- und Bauchbereich.
Technik braucht Pflege – auch bei 125ccm
Ein moderner 125er-Töff ist ein vollwertiges Motorrad – mit Wartungsbedarf. Wer den Reifendruck nicht prüft oder verschlissene Bremsen ignoriert, riskiert viel. motosuisse empfiehlt deshalb: Fachberatung bei Kauf und Service, regelmässige Checks und keine Kompromisse bei der Sicherheit.