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50 Jahre Einsatz für das Gehen

Fussverkehr Schweiz feiert Jubiläum

Fussverkehr Schweiz feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Seit 1975 setzt sich der Fachverband für bessere Fusswege, sichere Begegnungszonen und Vision Zero ein.
50 Jahre Fussverkehr Schweiz: Der Verband feiert Jubiläum. 50 years of Swiss Pedestrian Mobility: the association celebrates its anniversary. 50 ans de Mobilité piétonne Suisse : l'association fête son anniversaire.
© iStock
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• 1975 gegründet, 1979 erfolgreiches Volks-Ja für Fuss- und Wanderweggesetz.
• Flâneur d’Or, Vision Zero und Begegnungszonen als grosse Meilensteine.
• Präsidentin Marionna Schlatter fordert mehr Gewicht fürs Gehen in Politik und Planung.

Fussverkehr Schweiz feiert 50 Jahre Engage­ment für das Gehen. Am 27. August 2025 lädt der Fachver­band in die Paulus Akademie Zürich. Seit sein­er Grün­dung 1975 hat der Vere­in mit Hart­näck­igkeit Fuss­wege, Sicher­heit und öffentliche Räume vor­ange­bracht.

Ursprung und Meilensteine

Gegrün­det als «Arbeits­ge­mein­schaft Rechts­grund­la­gen für Fuss- und Wan­der­wege ARF», war das erste Ziel eine Volksini­tia­tive. Mit Erfolg: 1979 stimmten 78 % Ja zum Ver­fas­sungsar­tikel für Fuss- und Wan­der­wege. Seit 1999 trägt der Ver­band den Namen Fussverkehr Schweiz.

Preise und Kampagnen für den Fussverkehr

Seit 1987 zeich­net der Flâneur d’Or Pro­jek­te aus, die das Gehen beson­ders fördern. Mit der Vision Zero forderte Fussverkehr Schweiz früh den Anspruch: keine Toten oder Schw­erver­let­zten mehr im Verkehr. Auch Begeg­nungszo­nen ab 2002 tra­gen die Hand­schrift des Ver­bands.

Aktuelle Aktionen – von Schulen bis Gericht

Zulet­zt machte die Kam­pagne «Stop­pen für Schulkinder» (2023–2025) Schlagzeilen. Und wenn nötig, zieht Fussverkehr Schweiz auch vor Gericht, um die Rechte der Fussgänger:innen durchzuset­zen.

In 50 Jahren hat Fussverkehr Schweiz ein gross­es Knowhow und viel Erfahrung aufge­baut. Es geht darum, unseren Ein­satz aufrechtzuer­hal­ten und zu ver­stärken: Das Fuss- und Wan­der­wegge­setz muss kon­se­quenter umge­set­zt wer­den, damit die Fuss­wege bess­er geplant und gebaut wer­den.

Schlat­ter fordert deshalb, dem Gehen in Pla­nung und Poli­tik mehr Gewicht zu geben: «Nichts gegen die boomende Elek­tro­mo­bil­ität und Automa­tisiertes Fahren, aber das Gehen braucht keinen Motor. Es schnei­det beim Umweltschutz, den gesund­heitlichen Vorteilen, aber auch in der volk­swirtschaftlichen Betra­ch­tung äusserst vorteil­haft ab.» Laut Bun­deszahlen erzielt jed­er zu Fuss zurück­gelegte Kilo­me­ter einen volk­swirtschaftlichen Gewinn von 90 Rap­pen.

Blick in die Zukunft

Geschäft­sleit­er Pas­cal Regli beschreibt die Vision: «Gehen ist sich­er und bietet Erleb­nisse und Begeg­nun­gen. Men­schen entschei­den sich für das Zufuss­ge­hen, weil es Freude bere­it­et. Daran arbeit­en der Vor­stand, die Mitar­bei­t­en­den und ehre­namtlich täti­gen Region­alvertre­tun­gen täglich weit­er».

Rund 140 Fach­leute disku­tieren am 28. August an ein­er Tagung, wie das Gehen in Zukun­ft ausse­hen soll – mit Impulsen aus dem In- und Aus­land.

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