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16 Milliarden gestrichen

Diese Strassenprojekte verfolgt der Bund nicht weiter

Mit «Verkehr ’45» streicht der Bund zahlreiche Strassenprojekte. Insgesamt 31 Vorhaben für rund 16 Milliarden Franken fallen weg. Darunter sind bereits 2023 abgelehnte Ausbauten. An ihrer Stelle prüft der Bund betriebliche Massnahmen. Ein Überblick über die Folgen.
Diese Strassenprojekte verfolgt der Bund nicht weiter. The Federal Government Is No Longer Pursuing These Road Projects. La Confédération renonce à ces projets routiers.
© iStock
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• «Verkehr ’45» verfolgt 31 Strassenprojekte für rund 16 Milliarden Franken nicht weiter.
• Darunter sind die bereits 2023 abgelehnten Ausbauten Le Vengeron–Nyon und Schönbühl–Kirchberg.
• An ihrer Stelle prüft der Bund betriebliche Massnahmen wie die temporäre Nutzung von Pannenstreifen.

31 Strassenprojekte für 16 Milliarden Franken

Der Bund ver­fol­gt viele Pro­jek­te nicht weit­er. 31 Vorhaben aus dem STEP-Pro­gramm fall­en weg. Zusam­men kosten sie rund 16 Mil­liar­den Franken. Damit set­zt der Bund klare Pri­or­itäten. Denn die Mit­tel sind beschränkt.

Le Vengeron–Nyon und Schönbühl–Kirchberg

Zwei Pro­jek­te ste­hen beson­ders im Fokus. Die Aus­baut­en Le Vengeron–Nyon und Schönbühl–Kirchberg ver­schwinden. Das Volk lehnte sie bere­its 2023 ab. Deshalb zieht der Bund die Kon­se­quenz. Die Abstim­mung wirkt also bis heute nach.

Betriebliche Massnahmen als Ersatz

Der Verzicht bedeutet nicht Still­stand. An Stelle des Aus­baus prüft der Bund betriebliche Mass­nah­men. Dazu zählt etwa die tem­poräre Nutzung von Pan­nen­streifen. Solche Ein­griffe sollen den Verkehr zu Spitzen­zeit­en ver­flüs­si­gen. Sie sind gün­stiger und schneller umset­zbar.

Was die Streichung auslöst

Die Stre­ich­liste dürfte für Diskus­sio­nen sor­gen. Betrof­fene Regio­nen ver­lieren geplante Ent­las­tun­gen. Andere begrüssen den Verzicht aus Umwelt­grün­den. Die Grund­lage der Auswahl liefert ein ETH-Gutacht­en. Mehr dazu im Artikel zur Pri­or­isierung.

Folgende Projekte sollen konkret gestrichen werden

  • N1 Elar­gisse­ment à six voies Le Vengeron – Cop­pet (GE/VD)
  • N1 Elar­gisse­ment à six voies Cop­pet – Nyon (GE/VD)
  • N1 Nyon – Aubonne (VD)
  • N1 Elar­gisse­ment à six voies Aubonne – Morges Ouest (VD)
  • N1 Grand Con­tourne­ment de Morges (VD)
  • N1 Elar­gisse­ment à six voies Echangeur Vil­lars-Sainte-Croix – Cos­son­ay (VD)
  • N1 Elar­gisse­ment à six voies Cos­son­ay – La Sar­raz (VD)
  • N1 La Sar­raz – Cha­vor­nay (VD)
  • N1 Cha­vor­nay – Essert-Pit­tet (VD)
  • N1 6‑Spurausbau Schön­bühl – Kirch­berg (BE)
  • N1 Kirch­berg – Luter­bach (BE/SO)
  • N1 Wig­ger­tal – Oftrin­gen (AG)
  • N1 Oftrin­gen – Aarau West (AG/SO)
  • N1 Aarau West – Aarau Ost (AG)
  • N1 8‑Spurausbau Wet­tin­gen – Dietikon (AG)
  • N1 Dietikon – Lim­mat­tal (ZH)
  • N1 Glatt­ta­lau­to­bahn inklu­sive Aus­bau Wallisellen/Flughafen (ZH)
  • N1 Brü­tisellen – Win­terthur-Töss (ZH)
  • N1 6-/8‑Spu­raus­bau Umfahrung Win­terthur (ZH)
  • N1 St. Gallen-Neu­dorf – Meggen­hus (SG)
  • N3 6‑Spurausbau Augst – Rhe­in­felden (AG)
  • N3 Zürich Süd – Thal­wil – Wädenswil (ZH)
  • N3 Wädenswil – Richter­swil (ZH)
  • N3 Schin­del­le­gi – Pfäf­fikon SZ (SZ)
  • N4 Erweiterung Cholfirst­tun­nel Schaffhausen (SH/ZH)
  • N6 Muri – Rubi­gen (BE)
  • N8 Sar­nen Nord – Alp­nach – Lop­per (OW)
  • N9 Vil­lars-Sainte-Croix – Vennes (VD)
  • N9 Vevey – Mon­treux (VD)
  • N11 Zürich Nord – Kloten Süd (ZH)
  • N14 Buchrain – Rüti­hof (LU/ZG)

Über die Mobil­ität der Zukun­ft

Dossier «Verkehr ’45»


Dieser Beitrag gehört zur Schw­er­punk­trei­he «Verkehr ’45». Darin ord­nen wir das grosse Verkehrspro­gramm der Schweiz bis 2045 ein. Wir beleucht­en den Aus­bau von Bahn und Strasse, den Agglom­er­a­tionsverkehr sowie die Finanzierung. Jed­er Teil ver­tieft ein The­ma und bleibt für sich ver­ständlich. Den Gesamtüberblick und alle weit­eren Artikel find­est du auf unser­er Über­sichts­seite zu «Verkehr ’45».

Welche Strassen­pro­jek­te wer­den gestrichen?

31 Pro­jek­te aus dem STEP-Pro­gramm, darunter Le Vengeron–Nyon und Schönbühl–Kirchberg.

Der Bund prüft betriebliche Mass­nah­men. Dazu zählt die tem­poräre Nutzung von Pan­nen­streifen.

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