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Anschluss Bern-Wankdorf

Berner Gemeinderat blockiert bewilligtes Ausbauprojekt

Zwei Varianten wären bewilligungsfähig. Dennoch blockiert der Berner Gemeinderat den Ausbau des Anschlusses Wankdorf weiter. Der TCS Bern kritisiert das als verantwortungslos.
© iStock
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Gemeinderat Bern blockiert Ausbau Wankdorf – trotz UVEK-Bewilligung und zwei bewilligungsfähiger Varianten.
• Das Projekt verbessert Verkehrsfluss, Sicherheit und schafft sichere Wege für Fussgänger und Velofahrende.
• TCS Bern kritisiert die Blockade ohne Alternative und warnt vor Folgen für Sicherheit und Lebensqualität.

Der Gemein­der­at der Stadt Bern hält an sein­er Beschw­erde gegen den Aus­bau des Anschlusses Wankdorf fest. Dabei zeigt die Mach­barkeitsstudie: Zwei Vari­anten wären bewil­li­gungs­fähig. Der TCS Bern spricht von geziel­ter Block­ade ohne Alter­na­tive.

Ein überlasteter Verkehrsknoten ohne Lösung

Der Anschluss Bern-Wankdorf ist ein zen­traler Verkehrsknoten. Er verbindet die Bern­er Nordquartiere, umliegende Gemein­den und das Emmen­tal Rich­tung Worb. Doch der Knoten ist über­lastet. Und die Lage ver­schärft sich: In den ver­gan­genen Jahren ent­standen zahlre­iche neue Wohn- und Arbeits­ge­bi­ete. Ein Beispiel ist der Berna­park Deis­s­wil. Trotz­dem bremst der Gemein­der­at den drin­gend nöti­gen Aus­bau weit­er

UVEK bewilligte das Projekt – Gemeinderat legte Beschwerde ein

Das Eid­genös­sis­che Departe­ment für Umwelt, Verkehr, Energie und Kom­mu­nika­tion (UVEK) hat das Aus­baupro­jekt bewil­ligt. Auch Stadt­präsi­dentin Marieke Kruit stimmte zu. Den­noch erhob der Gemein­der­at Beschw­erde. Daraufhin beauf­tragten das Bun­de­samt für Strassen (ASTRA) und die Stadt Bern eine gemein­same Mach­barkeitsstudie. Geprüft wur­den vier Vari­anten für eine Über­dachung der Auto­bahn.

Zwei Varianten sind bewilligungsfähig

Das Ergeb­nis der Studie ist ein­deutig: Alle vier Vari­anten sind tech­nisch mach­bar. Gegen die bei­den 125-Meter-Vari­anten sprechen Ein­griffe in die Bau­mallee an der Bol­li­gen­strasse sowie in eine geschützte Zaunei­dech­sen­pop­u­la­tion. Die bei­den 35-Meter-Vari­anten hinge­gen gel­ten grund­sät­zlich als bewil­li­gungs­fähig. Den­noch lehnt der Gemein­der­at auch diese ab. Damit block­iert er den Anschluss Wankdorf weit­er­hin

Konkrete Vorteile des Projekts für alle Verkehrsteilnehmenden

Das bewil­ligte Pro­jekt bringt greif­bare Vorteile. Es verbessert den Verkehrs­fluss und erhöht die Sicher­heit. Zudem schafft es sep­a­rate Wege für den Langsamverkehr. Fuss­gän­gerin­nen, Fuss­gänger und Velo­fahrende kön­nten Verkehrsach­sen kün­ftig sicher­er queren. Das Pro­jekt nützt also nicht nur dem motorisierten Verkehr, son­dern dem gesamten Mobil­itätssys­tem.

Blockade verschärft die Probleme

Der TCS Sek­tion Bern kri­tisiert die Hal­tung des Gemein­der­ats scharf. Marc Bros de Puechre­don, Geschäfts­führer der TCS Sek­tion Bern, sagt:

Der Verkehr ver­schwindet nicht, nur weil man Pro­jek­te verzögert. Ohne Aus­bau bleibt der Stau – mit neg­a­tiv­en Fol­gen für Sicher­heit, Umwelt und Leben­squal­ität in den betrof­fe­nen Quartieren.

Sibylle Plüss-Zürcher, Co-Präsi­dentin der TCS Sek­tion Bern, ergänzt:

Wer ein bewil­ligtes Infra­struk­tur­pro­jekt block­iert, ohne eine real­is­tis­che Alter­na­tive vorzule­gen, ver­schärft die beste­hen­den Verkehrsprob­leme bewusst. Der Anschluss Wankdorf ist für die Entwick­lung der ganzen Region von zen­traler Bedeu­tung.

Wie geht es weiter mit dem Anschluss Bern-Wankdorf?

Die Sit­u­a­tion bleibt ver­fahren. Ein bewil­ligtes Pro­jekt liegt vor, zwei tech­nisch mach­bare Vari­anten ste­hen bere­it. Den­noch ver­weigert der Gemein­der­at die Zus­tim­mung. Einen konkreten Gegen­vorschlag legt er nicht vor. Für die betrof­fe­nen Quartiere bedeutet das: weit­er­hin Stau, weit­er­hin Sicher­heit­srisiken und weit­er­hin ungek­lärte Verkehrs­führung. Die Frage, wer die Ver­ant­wor­tung trägt, stellt sich damit immer drän­gen­der.

Was ist der Anschluss Wankdorf?

Der Anschluss Bern-Wankdorf ist ein zen­traler Auto­bahn­knoten für die Bern­er Nordquartiere, umliegende Gemein­den und die Verbindung Rich­tung Emmental/Worb. Er ist heute bere­its über­lastet.

Das UVEK hat das Aus­baupro­jekt bewil­ligt. Der Gemein­der­at der Stadt Bern legte trotz­dem Beschw­erde ein und block­iert damit den Aus­bau.

Alle vier geprüften Vari­anten für eine Auto­bah­nüber­dachung sind tech­nisch mach­bar. Die bei­den 35-Meter-Vari­anten gel­ten zudem als grund­sät­zlich bewil­li­gungs­fähig.

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