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Automobilwirtschaft in der Schweiz

auto-schweiz fordert politischen Kurswechsel

Die Importeurvereinigung auto-schweiz forciert einen politischen Kurswechsel. Der Verband hat an seiner Generalversammlung die EU-Flexibilisierung bei den CO2-Vorschriften verlangt. Zudem fordert er einmal mehr weniger Regulierung und tiefere Abgaben.
Die Importeurvereinigung auto-schweiz mit Peter Grünenfelder an der Spitze fordert einen politischen Kurswechsel. The importers' association auto-schweiz, led by Peter Grünenfelder, is calling for a change in policy. L'association des importateurs auto-suisse, présidée par Peter Grünenfelder, réclame un changement de cap politique.
© auto-schweiz
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• auto-schweiz fordert einen politischen Kurswechsel mit weniger Regulierung und tieferen Abgaben.
• Die Generalversammlung bestätigte Präsident Peter Grünenfelder für drei weitere Jahre im Amt.
• Oberste Priorität hat die Übernahme der EU-Flexibilisierung bei den CO2-Flottenvorschriften.

Die Auto­mo­bil­branche macht weit­er Druck: auto-schweiz hat an der Gen­er­alver­samm­lung der Auto-Impor­teurvere­ini­gung einen poli­tis­chen Kur­swech­sel ver­langt. Die Impor­teure sehen ihre Branche zunehmend belastet. An der 68. Gen­er­alver­samm­lung in Safen­wil ver­langten sie deshalb konkrete Ent­las­tun­gen.

CO2-Vorschriften: kein Schweizer Sonderweg

In sein­er Ansprache ver­wies Peter Grü­nen­felder auf die schwierige Lage der Schweiz­er Auto­mo­bil­wirtschaft. Während sich zahlre­iche europäis­che Fahrzeug­märk­te erholen und die Europäis­che Union ihre Reg­ulierung an die Mark­tre­al­ität anpasst, seien die Auto­mo­bilimpor­teure in der Schweiz mit einem rück­läu­fi­gen Markt, rigider Reg­ulierung und mil­lio­nen­schw­eren Sank­tio­nen kon­fron­tiert.

Für auto-schweiz hat ein The­ma dabei aktuell ober­ste Pri­or­ität. So soll die Schweiz die EU-Flex­i­bil­isierung bei den CO2-Flot­ten­vorschriften übernehmen. Denn die EU passt ihre Reg­ulierung laut Ver­band an die Mark­tre­al­ität an. Die Schweiz­er Impor­teure dage­gen kämpfen mit mil­lio­nen­schw­eren Sank­tio­nen.

Die Schweiz darf sich dem­nach keinen reg­u­la­torischen Son­der­weg leis­ten. Es brauche mehr Tech­nolo­gie­of­fen­heit, mehr Prag­ma­tismus und eine Poli­tik, die sich an den Mark­t­gegeben­heit­en statt an ide­ol­o­gis­chen Wun­schvorstel­lun­gen ori­en­tiert. Zusät­zliche Belas­tun­gen für Unternehmen und Kon­sumenten sowie eine zunehmende Diskrepanz zwis­chen poli­tis­chen Zielset­zun­gen und der Mark­tre­al­ität sind die Fol­gen der aktuellen Reg­ulierung.

Deregulierung und tiefere Abgaben gefordert

Daneben ver­langt der Ver­band deut­lich weniger Vorschriften. Konkret will er unnötige Dekla­ra­tionspflicht­en und mark­tverz­er­rende Regeln abbauen. Zudem fordert auto-schweiz eine Ent­las­tung bei Steuern und Abgaben. Laut Ver­band zahlen Branche und Auto­mo­bilis­ten bere­its fast 13 Mil­liar­den Franken pro Jahr. Deshalb ver­langt auto-schweiz unter anderem die Abschaf­fung der Auto­mo­bil­s­teuer.

Kritik an der Verkehrspolitik

Die Importeurvereinigung auto-schweiz mit Peter Grünenfelder an der Spitze fordert einen politischen Kurswechsel. The importers' association auto-schweiz, led by Peter Grünenfelder, is calling for a change in policy. L'association des importateurs auto-suisse, présidée par Peter Grünenfelder, réclame un changement de cap politique.
© Chat­G­PT

Auch die Infra­struk­tur­poli­tik des Bun­des stösst bei auto-schweiz auf Kri­tik. Denn rund zwei Drit­tel aller Trans­porte laufen über die Strasse. Trotz­dem fliesse mit dem Pro­jekt Verkehr’45 viel Geld in die Schiene. Gle­ichzeit­ig erre­icht­en Staus laut auto-schweiz Reko­rd­w­erte. Der Ver­band fordert deshalb eine aus­ge­wo­gene Verkehrspoli­tik.

Stagnierender Automarkt als Hintergrund

Hin­ter­grund der Forderun­gen ist ein stag­nieren­der Markt. Seit Jahres­be­ginn bewegt sich der Absatz laut Ver­band kaum. Bis Ende Mai verze­ich­nete die Schweiz 91’341 Neuzu­las­sun­gen. Das entspricht einem Nullwach­s­tum gegenüber dem Vor­jahr. Der Anteil der Steck­er­fahrzeuge liegt bei 35,4 Prozent. Grü­nen­felder ver­langte deshalb abschliessend «mehr Bewe­gung statt mehr Bürokratie».

Wir wer­den uns weit­er­hin mit Nach­druck für eine wet­tbe­werb­s­fähige Auto­mo­bil­wirtschaft, bezahlbare Mobil­ität und mark­twirtschaftliche Rah­menbe­din­gun­gen ein­set­zen. Die Schweiz braucht mehr Bewe­gung statt mehr Bürokratie.

Peter Grünenfelder als Präsident von auto-schweiz bestätigt

Die Mit­glieder wählten überdies Peter Grü­nen­felder ein­stim­mig für drei weit­ere Jahre. Eben­falls bestätigt wurde Clau­dia Mey­er von der Renault Group. Neu in den Vor­stand kam Dirk Adel­mann, CEO von Mer­cedes-Benz Schweiz. Mit­tler­weile zählt der Ver­band 63 Mit­glieds­marken. Diese deck­en über 90 Prozent der neu verkauften Fahrzeuge ab.

Was fordert auto-schweiz mit dem poli­tis­chen Kur­swech­sel?

Der Ver­band ver­langt die EU-Flex­i­bil­isierung bei den CO2-Vorschriften, weniger Reg­ulierung sowie tief­ere Steuern und Abgaben.

Die Gen­er­alver­samm­lung bestätigte im Juni 2027 Peter Grü­nen­felder für drei weit­ere Jahre als Präsi­dent.

Die EU passe ihre Regeln an die Mark­tre­al­ität an. Die Schweiz­er Impor­teure dage­gen seien mit Sank­tio­nen kon­fron­tiert.

auto-schweiz spricht sich für die Abschaf­fung der Auto­mo­bil­s­teuer aus. Branche und Auto­mo­bilis­ten zahlten bere­its fast 13 Mil­liar­den Franken pro Jahr.

Trotz dominieren­dem Strassen­verkehr fliesse ein Grossteil der zusät­zlichen Investi­tio­nen in die Schiene. Der Ver­band fordert eine aus­ge­wo­gene Verkehrspoli­tik.

 

Der Markt stag­niert. Bis Ende Mai 2026 zählte die Schweiz 91’341 Neuzu­las­sun­gen, der Anteil der Steck­er­fahrzeuge liegt bei 35,4 Prozent.

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