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Weltvelotag 2026

15’000 Velofahrende sagten NEIN zu Veloschikanen

15'000 Stimmen, eine klare Botschaft: Zum Weltvelotag 2026 trug Pro Velo den Widerstand gegen neue Veloschikanen ins Bundeshaus. Warum Velovignette und Cargovelo-Pflicht für Empörung sorgten – und weshalb der Nationalrat bereits ein erstes Signal setzte.
Der Weltvelotag ist ein internationaler Aktionstag.
© PRO VELO Schweiz
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Über 15'000 Personen unterschrieben den Pro-Velo-Appell und forderten zum Weltvelotag 2026 ein Ende neuer Veloschikanen.
• Vorstösse wie Velovignette, Ausbildungspflicht und Cargovelo-Auflagen belasteten laut Pro Velo einseitig die Velofahrenden.
• Die Verkehrskommission des Nationalrats lehnte die Motion Poggia zur Immatrikulationspflicht für Lasten- und Longtail-Velos mit 18 zu 2 Stimmen ab.

Am Weltvelotag 2026 sagten 15’000 Velo­fahrende NEIN zu neuen Veloschika­nen. Denn Pro Velo über­brachte ihre Botschaft direkt ins Bun­de­shaus. Die Velo­fahren­den woll­ten ein deut­lich­es Zeichen set­zen. Deshalb forderten sie von Bun­desrat und Par­la­ment mehr Förderung statt neuer Hür­den.

15’000 Unterschriften für den Velo-Appell

Pro Velo lancierte den Appell bere­its im März. Dieser stiess danach auf ein gross­es Echo. Inzwis­chen unter­schrieben ihn über 15’000 Per­so­n­en. Sie ver­langten von Bun­desrat und Par­la­ment, die Velo­fahren­den nicht zusät­zlich zu belas­ten.

Anschliessend trug Pro Velo die Forderun­gen mit ein­er Aktion ins Bun­de­shaus. Dort gin­gen die Unter­schriften an die Prä­si­di­en von Nation­al- und Stän­der­at. Zudem erhielt auch Verkehrsmin­is­ter Albert Rösti den Appell.

«Am Weltvelotag über­brin­gen wir einen klaren Auf­trag», sagte Del­phine Klopfen­stein Brog­gi­ni, Präsi­dentin von Pro Velo Schweiz. Das Velo solle stärk­er gefördert und nicht behin­dert wer­den. «Die erfol­gre­iche Veloförderung darf nicht leicht­fer­tig aufs Spiel geset­zt wer­den.»

Weltvelotag: Die UNO würdigte das Velo seit 2018

Die UNO-Gen­er­alver­samm­lung erk­lärte 2018 den 3. Juni zum Weltvelotag. Damit forderte sie die Staat­en zu mehr Verkehrssicher­heit auf. Ausser­dem soll­ten sie die Nutzung des Velos aktiv fördern.

In der Schweiz wehte dem Velo jedoch ein rauer Wind ent­ge­gen. Denn immer neue Vorstösse ver­langten Ein­schränkun­gen für Velo­fahrende.

Neue Veloschikanen: Velovignette, Pflichten und Abgaben

Die Vorstösse ziel­ten auf zahlre­iche neue Aufla­gen. Dazu zählte etwa die Wiedere­in­führung der Velovi­gnette. Zudem forderten einige Poli­tik­er eine Aus­bil­dungspflicht für alle Velo­fahren­den.

Weit­er standen zusät­zliche Steuern, Klei­der­vorschriften und Ein­schränkun­gen für Car­gov­e­los im Raum. Pro Velo wertete diese Ideen als unnötige Bürokratie. Denn sie belasteten die Velo­fahren­den ein­seit­ig.

Veloinfrastruktur als Schlüssel statt Veloschikanen

Alle Vorstösse hat­ten eine Gemein­samkeit: Sie nah­men allein die Velo­fahren­den in die Pflicht. Dabei blieb der wichtig­ste Fak­tor für sicheres Velo­fahren unbeachtet.

Genau dieser Fak­tor war eine durchge­hende und direk­te Veloin­fra­struk­tur. Wenn immer möglich sollte diese vom motorisierten Verkehr abge­tren­nt sein. Auch das Velowegge­setz ver­langte dies seit über drei Jahren.

Pro Velo wün­schte sich deshalb mehr Engage­ment für dieses Ziel. Stattdessen flossen Zeit und Energie in immer neue Diszi­plin­ierungs-Ideen.

Erfolg im Nationalrat: Motion Poggia vor dem Aus

Der Wider­stand von Pro Velo zeigte allerd­ings erste Erfolge. Zuvor hat­te der Stän­der­at eine Motion von Mau­ro Pog­gia (MCG, GE) über­wiesen. Diese ver­langte eine Imma­triku­la­tion­spflicht für alle Las­ten- und Long­tail-Velos.

Anfang Mai erteilte die Verkehrskom­mis­sion des Nation­al­rats dem Vorstoss jedoch eine klare Abfuhr. Mit 18 zu 2 Stim­men emp­fahl sie die Ablehnung. Drei Mit­glieder enthiel­ten sich dabei der Stimme.

Die Kom­mis­sion begrün­dete ihren Entscheid auch juris­tisch. Denn schwere E‑Cargobikes gal­ten bere­its als schwere Motor­fahrräder. Diese tru­gen ohne­hin schon ein Kon­trollschild. Long­tail-Velos hinge­gen besassen keine offizielle Def­i­n­i­tion. Deshalb hätte eine Schildpflicht das gel­tende Kat­e­gorien­sys­tem grundle­gend verän­dert. Der defin­i­tive Entscheid fiel danach in der laufend­en Ses­sion.

Pro Velo blieb gefordert

Der Wider­stand gegen neue Veloschika­nen forderte Pro Velo weit­er­hin. Denn der Ver­band engagierte sich nicht nur am Weltvelotag. Vielmehr kämpfte er täglich für sicheres und entspan­ntes Velo­fahren.

«Das Velo hat für die Mobil­ität der Zukun­ft eine her­aus­ra­gende Bedeu­tung», erk­lärte Vizepräsi­dent Hasan Can­dan. Es sei platzs­parend, gün­stig, emis­sion­sarm und gesund. «Dafür lohnt es sich zu kämpfen.»

Was ist der Weltvelotag?

Der Weltvelotag ist ein inter­na­tionaler Aktion­stag. Die UNO erk­lärte 2018 den 3. Juni dazu. Sie würdigte damit das Velo als nach­haltiges Verkehrsmit­tel.

Der Appell ver­langte mehr Veloförderung statt neuer Aufla­gen. Über 15’000 Per­so­n­en unter­schrieben ihn. Sie wehrten sich gegen zusät­zliche Pflicht­en und Abgaben für Velo­fahrende.

Im Raum standen die Velovi­gnette, eine Aus­bil­dungspflicht und zusät­zliche Steuern. Zudem dro­ht­en Klei­der­vorschriften sowie Ein­schränkun­gen für Car­gov­e­los.

Wer erhielt die Unter­schriften im Bun­de­shaus?

Die Unter­schriften gin­gen an die Prä­si­di­en von Nation­al- und Stän­der­at. Auch Verkehrsmin­is­ter Albert Rösti nahm den Appell ent­ge­gen.

Die Kom­mis­sion lehnte die Motion Pog­gia mit 18 zu 2 Stim­men ab. Drei Mit­glieder enthiel­ten sich. Sie emp­fahl dem Nation­al­rat damit die Ablehnung der Imma­triku­la­tion­spflicht.

Schwere E‑Cargobikes tru­gen bere­its ein Kon­trollschild. Long­tail-Velos hat­ten dage­gen keine offizielle Def­i­n­i­tion. Eine Schildpflicht hätte das gel­tende Kat­e­gorien­sys­tem grundle­gend verän­dert.

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