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Elf Tipps zum Sparen beim Spritverbrauch

Effizientes Fahren spart bis zu 20 Prozent Treibstoff

Mit einfachen Massnahmen lässt sich der Treibstoffverbrauch deutlich senken. Wer vorausschauend fährt, das Fahrzeug optimiert und unnötige Last vermeidet, spart bis zu 20 Prozent Sprit. Diese Tipps helfen, Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.
ADAC
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Vorausschauendes und gleichmässiges Fahren spart sofort Sprit.
• Weniger Gewicht und optimaler Reifendruck senken den Verbrauch.
• Regelmässige Wartung und Eco-Modus erhöhen die Effizienz.

Der Nahostkon­flikt, der Feldzug gegen den Iran, hat die Erdöl­preise in die Höhe schnellen lassen. Zu spüren ist dies bei uns an den Zapf­säulen — die Sprit­preise klet­tern fast täglich höher und steuern auf Reko­rd­marken zu. Die Wirtschaft und der Kon­sument wer­den in ein­er ohne­hin anges­pan­nten Wirtschaft­slage tüchtig zur Kasse gebeten. Abge­se­hen von den Kriegereignis­sen tra­gen dazu natür­lich auch Speku­la­tion und hohe staatliche Abgaben­be­las­tun­gen bei. Ein Parade­beispiel dafür ist Deutsch­land mit seinem unseli­gen Wel­tret­tungsmodus. Der “grosse Kan­ton” ist in Sachen Preisen­twick­lun­gen absoluter Spitzen­re­it­er in Europa; geneigte LeserIn­nen möcht­en in der Deu­tung der Sit­u­a­tion wohl eher den Begriff “Schlus­slicht” ins Feld führen. Ital­ien (- 25 Cents) und Öster­re­ich (- 10 Cents) kon­nten sich für die Dauer dieser Krise immer­hin auf eine Senkung der staatlichen Abgaben durchrin­gen. Damit wer­den die Ver­braucherIn­nen erst­mal spür­bar ent­lastet. Andere Regierun­gen tun sich damit eher schw­er und üben sich in anderen Mass­nah­men, deren Zweck dur­chaus in Frage gestellt wer­den darf.

Anschauungsunterricht in Sachen grüner Politik

Wer sich die weitre­ichen­den Kon­se­quen­zen hoher Sprit­preise zur Zeit vor Augen führt, sollte sich zu Bewusst­sein brin­gen: Vor Jahren forderten die Grü­nen in Deutsch­land einen Ben­z­in­preis von 5 D‑Mark pro Liter. Mit der Ein­führung des Euro haben sie ihr Ansin­nen dann prak­tisch ver­dop­pelt: auf 5 Euro. Die sel­ben Gesin­nungskreise in der Schweiz standen ihnen in Nichts nach und for­mulierten Preisvorstel­lun­gen von 5 Franken. Heute, da wir einen Bruchteil dieser Forderung verge­gen­wär­ti­gen müssen, sehen wir, wohin die Reise grün­er Poli­tik führt. Und dies ist mit­tler­weile nur ein Beispiel von vie­len. Schon vor langer Zeit hat sich bei mir die Erken­nt­nis durchge­set­zt: Ide­olo­gie und Intel­li­genz heben sich gegen­seit­ig auf!

Was eine jede und ein jeder für sich tun Kann

In solchen Momenten stellt sich natür­lich sofort die Frage, wie man/frau sein Bud­get ent­las­ten kann. In der Tat lassen sich bis zu einem gewis­sen Grad Einsparun­gen erzie­len, auf die eine jede und ein jed­er direk­ten Ein­fluss hat. Der ADAC hat dazu rechtzeit­ig elf Tipps aufge­lis­tet.

Tipp 1: Optimieren Sie Ihre Fahrweise

Beschle­u­ni­gen Sie flott, schal­ten Sie rechtzeit­ig hoch (bei ein­er Drehzahl von ca. 2000 U/min) und behal­ten Sie mit niedri­gen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit bei. Schal­ten Sie erst dann zurück, wenn der Motor ruck­elt oder zu brum­men begin­nt.

Lesen und beacht­en Sie die Tipps in der Bedi­enungsan­leitung Ihres Autos und behal­ten Sie die Ver­brauchs- und Schal­tanzeige im Auge.

Auch bei Fahrzeu­gen mit Automatikgetriebe kann man etwas tun. Bei vie­len Mod­ellen lassen sich über den soge­nan­nten “Fahrmoduss­chal­ter” ver­schiedene Fahrpro­gramme (z. B. Eco, Nor­mal und Pow­er) ein­stellen. Wählen Sie hier den “Eco”-Modus. Die Automatik schal­tet dann früher hoch und später runter, das Drehzahlniveau sinkt. Und dadurch der Spritver­brauch.

Tipp 2: Fahren Sie vorausschauend

Brem­sen vergeudet Energie. Nutzen Sie daher so lange wie möglich die Motor­brem­swirkung. Nehmen Sie beim Her­an­rollen an eine rote Ampel nicht den Gang her­aus. Die meis­ten Autos sind mit ein­er Schubab­schal­tung aus­gerüstet, die die Treib­stof­fzu­fuhr im Schub­be­trieb kom­plett absper­rt.

Gehen Sie frühzeit­ig vom Gas und lassen Sie das Auto beispiel­sweise die let­zten paar hun­dert Meter bei ein­gelegtem Gang auf eine Ortschaft zurollen, statt unmit­tel­bar davor abrupt abzubrem­sen. 

Tipp 3: Vermeiden Sie kurze Strecken

Bei kaltem Motor ver­braucht ein Auto am meis­ten Sprit. Um gle­ich­mäs­sig zu laufen, benötigt zumin­d­est der Otto­mo­tor in der Warm­lauf­phase ein fet­teres Gemisch (mit höherem Treib­stof­fan­teil) als bei opti­maler Betrieb­stem­per­atur.

Steigen Sie bei Kurzstreck­en daher lieber aufs Fahrrad um oder kom­binieren Sie mehrere Einzelfahrten zu ein­er län­geren Fahrt. Ver­mei­den Sie das Warm­laufen­lassen des Motors im Stand – es ist ver­boten, belastet die Umwelt, kostet Extra-Sprit und schädigt den Motor. Ausser­dem wird der Motor nur äusserst langsam warm.

Tipp 4: Schalten Sie im Leerlauf den Motor aus

Sobald der Motor läuft, ver­braucht er Treib­stoff – auch wenn das Fahrzeug nicht fährt (etwa 0,5 bis 1 Liter pro Stunde). Daher: Motor aus, wenn die Leer­laufzeit voraus­sichtlich länger als 20 Sekun­den dauert! An Bah­nübergän­gen ist das sog­ar vorgeschrieben.

Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann auch selb­st am Schlüs­sel drehen. Nach unseren Erken­nt­nis­sen ist diese Mehrar­beit für Anlass­er und Bat­terie ger­ade bei warmem Motor zu ver­nach­läs­si­gen.

Tipp 5: Schalten Sie unnötige elektrische Verbraucher aus

Elek­trische Geräte im Auto, wie etwa Steuerg­eräte, Beleuch­tung, Lüfter, Kli­maan­lage, Sicher­heits- und Kom­fortein­rich­tun­gen beziehen ihre Energie aus dem Bor­d­netz. Die elek­trische Energie wird vom Gen­er­a­tor bere­it­gestellt, der vom Ver­bren­nungsmo­tor angetrieben wird. Fol­glich kosten eingeschal­tete elek­trische Geräte und andere Ver­brauch­er Sprit.

Der elek­trische Energiebe­darf ist – anders als beim Fahrwider­stand – nicht von der Fahrstrecke oder von der Geschwindigkeit abhängig, son­dern von der Zeit, also von der Ein­satz­dauer.

Zum Beispiel führt eine Kli­maan­lage je nach Fahrzeug­mod­ell, Tech­nik und Ein­satzbe­din­gun­gen zu einem Mehrver­brauch von etwa 0,3 bis 1,5 Litern Treib­stoff pro 100 Kilo­me­ter.

Eine Stand­heizung kostet etwa einen Mehrver­brauch 0,2 bis 0,5 Liter pro Stunde.

Eine sin­nvolle Nutzung dieser Extras ist gut, denn ein angenehmes Innen­raumk­li­ma hält den Fahrer fit. Damit die Spritrech­nung nicht zu hoch wird, soll­ten Sie die Ein­schaltzeiträume jedoch auf das notwendi­ge Mass begren­zen.

Übri­gens: Offene Seit­en­fen­ster oder Schiebedäch­er beein­trächti­gen die an der Aussen­haut anliegende Luft­strö­mung und kosten dadurch eben­falls Treib­stoff. Auf bei­den Seit­en offene Fen­ster bei 100 km/h führen beispiel­sweise zu etwa 0,2 Litern Mehrver­brauch. Nur bei niedri­gen Geschwindigkeit­en – etwa im Stadtverkehr – kön­nen daher geöffnete Fen­ster einen sig­nifikan­ten Ver­brauchsvorteil gegenüber ein­er Kli­maan­lage brin­gen.

Achtung: Sparen Sie nie an der Beleuch­tung, am Scheiben­wis­ch­er oder an der Scheiben­heizung und damit an der Sicher­heit!

Tipp 6: Reduzieren Sie die Ladung und damit das Gesamtgewicht

Ob Strasse­n­at­las, Getränkek­isten oder divers­er Kleinkram: Jedes Stück mehr im Auto bedeutet mehr Gewicht und kostet Treib­stoff. Ursache für diesen Effekt ist die soge­nan­nten Massen­trägheit, also der Energieein­satz, der erforder­lich ist, um eine Masse auf eine höhere Geschwindigkeit zu beschle­u­ni­gen.

Also am besten alles raus, was Sie nicht brauchen! 100 Kilo Zusat­zlast ergeben bis zu 0,3 Liter Mehrver­brauch. Beson­ders im unsteten Stadtverkehr wirkt sich das Gewicht ein­er Zuladung neg­a­tiv auf den Spritver­brauch aus. Jedes Anfahren, jede Beschle­u­ni­gung kostet also extra Sprit.

Ger­ade Dachträger, Dachbox­en und Fahrradträger erhöhen den Ver­brauch Ihres Wagens sig­nifikant. Mon­tieren Sie daher Dach- und Heck­träger umge­hend nach Gebrauch wieder ab. Grund­sät­zlich bietet der Trans­port von Gegen­stän­den wie zum Beispiel Fahrrädern über Heck­träger auf ein­er Anhängerkup­plung Ver­brauchsvorteile gegenüber dem Trans­port auf dem Fahrzeug­dach.

Tipp 7: Nutzen Sie Energiesparreifen

Der Ein­fluss der Berei­fung auf den Fahrwider­stand ist erhe­blich, deshalb wer­den im ADAC Reifen­test Pneus regelmäs­sig auf ihren Roll­wider­stand geprüft. Mit opti­mierten Reifen kön­nen Sie bis zu 0,5 Liter Treib­stoff je 100 Kilo­me­ter sparen. Somit kann sich ein auf den ersten Blick teur­er Reifen mit sehr geringem Roll­wider­stand über die Nutzungs­dauer mehr als amor­tisieren.

Tipp 8: Achten Sie auf den richtigen Luftdruck

Kon­trol­lieren Sie ausser­dem regelmäs­sig den Luft­druck, denn zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Ver­brauch Ihres Autos. Schon ein 0,3 bar ver­min­dert­er Luft­druck steigert den Roll­wider­stand und sorgt somit für unnöti­gen Mehrver­brauch.

Um zusät­zlich Treib­stoff zu sparen, kön­nen Sie den vom Fahrzeugher­steller emp­fohle­nen Reifen­luft­druck mod­er­at erhöhen, sofern dies in der Bedi­enungsan­leitung beschrieben ist.  

Tipp 9: Achten Sie auf regelmäßige Wartung

Auf den ersten Blick scheint dieser Punkt unwichtig, sind mod­erne Fahrzeuge doch mit ein­er wartungs­freien dig­i­tal­en Motorelek­tron­ik aus­gerüstet. Grund­sät­zlich gibt es hier keine wartungsab­hängi­gen Ver­brauchs­fak­toren.

Geben Sie ihr Fahrzeug den­noch regelmäs­sig zur Inspek­tion. Denn es gibt Ersatzteile, die dur­chaus rel­e­vant für den Treib­stof­fver­brauch sind – etwa der Motor­luft­fil­ter oder die Zünd­kerzen. Wichtig für gün­stige Ver­brauch­swerte sind auch regelmäs­sige Ölwech­sel, die stets mit einem mod­er­nen Leicht­lauföl erfol­gen soll­ten. Hier sind die Vor­gaben der Fahrzeugher­steller einzuhal­ten.

Tipp 10: Orientieren Sie sich an der Richtgeschwindigkeit

Durch eine dem Verkehrs­fluss angepasste, möglichst kon­stante Geschwindigkeit kön­nen Sie den Treib­stof­fver­brauch senken. Denn: Häu­figes Beschle­u­ni­gen und Brem­sen kostet Energie und damit Sprit. Darüber hin­aus muss jedes Fahrzeug den Luftwider­stand (der sich um die Karosserie auf­baut) über­winden. Dieser aero­dy­namis­che Wider­stand steigt schneller als die Geschwindigkeit, kann den Treib­stof­fver­brauch also über­durch­schnit­tlich erhöhen.  

Tipp 11: Besuchen Sie ein Fahrtraining

Mit der Teil­nahme an  Fahrsicher­heit­strain­ing kön­nen Sie Ihr Fahrgeschick opti­mieren und das Fahrver­hal­ten Ihres Fahrzeugs in prak­tis­chen Fahrübun­gen aus­loten. Zusät­zlich erhal­ten Sie wertvolle Tipps zum sicheren und vorauss­chauen­den Fahren. Einige Train­ingsan­la­gen bieten darüber hin­aus spezielle Eco- und Sprit-Spar-Train­ings an. In der Schweiz wer­den solche Ange­bote durch den TCS bere­it­gestellt.

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