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E-Mobilität im Kriechgang

Steckerfahrzeuge bleiben hinter Zielwerten zurück

Trotz wachsender Modellvielfalt bleibt der Marktanteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden weit unter dem politischen Ziel. 2025 erreichen Steckerfahrzeuge lediglich rund 35 Prozent. Was bremst den Wandel wirklich?
Der Anteil Steckerfahrzeuge und Elektroautos bleibt 2025 weit hinter den Erwartungen zurück. The share of plug-in vehicles and electric cars will fall far short of expectations in 2025. La part des véhicules rechargeables et des voitures électriques restera bien en deçà des attentes en 2025.
© iStock
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Steckerfahrzeuge erreichen 2025 nur rund 35 Prozent statt 50 Prozent.
• Hohe Kosten, Ladehemmnisse und unrealistische Zielwerte bremsen den Markt.
• CO₂-Vorgaben geraten in Gefahr, wenn der Trend anhält.

Warum Steck­er­fahrzeuge in der Schweiz deut­lich hin­ter den Ziel­w­erten zurück­bleiben beschäftigt Poli­tik und Branche immer mehr. Denn: Der Auto-Markt in der Schweiz hat auch im Novem­ber die Erwartun­gen generell nicht erfüllt, wie auto-schweiz mit­teilt. Trotz inten­siv­er Verkauf­sak­tiv­itäten, attrak­tiv­en Ange­boten und bre­it­er Mod­ell­palette zeigt der Gesamt­markt kumuliert per Ende Novem­ber 2025 keinen pos­i­tiv­en Ver­lauf. Der Gesamt­markt lässt angesichts eines Minus von 3.4% seit Anfang Jahr keine Erhol­ung erken­nen.

Im Markt für neue Per­so­n­en­wa­gen in der Schweiz und im Fürsten­tum Liecht­en­stein bleibt im Novem­ber aber auch die Trendwende bei den Elek­tro- und Plug-in-Hybrid­fahrzeu­gen aus. Die Nach­frage bleibt weit­er­hin deut­lich hin­ter den klimapoli­tis­chen Erwartun­gen und den mark­t­fer­nen Anforderun­gen der CO₂-Reg­ulierung zurück.

Ziele der Roadmap Elektromobilität werden verfehlt

Im Novem­ber wur­den ins­ge­samt 19’615 Autos neu zuge­lassen, annäh­ernd so viele wie im Vor­jahr (-0.4%). Dies illus­tri­ert die grossen Verkauf­sanstren­gun­gen der Impor­teure und Händler, die mit Aktio­nen ver­sucht haben, ein weit­eres schlecht­es Jahr zu drehen. Dabei erre­icht­en reinelek­trische Fahrzeuge (BEV) im Novem­ber immer­hin einen Mark­tan­teil von 24,3 Prozent, Plug-in-Hybride (PHEV) kamen auf 11,5 Prozent, was zusam­men 35,8 Prozent ergibt — rund 15 Prozent­punk­te unter dem Ziel der Roadmap Elek­tro­mo­bil­ität.

Rückläufige Neuzulassungen bremsen den Effekt

Der Gesamt­markt schrumpft, weshalb selb­st steigende Elek­troan­teile nicht genug Gewicht erhal­ten. Weniger verkaufte Autos bedeuten automa­tisch weniger Steck­er­fahrzeuge. Dadurch ent­fer­nt sich die Schweiz vom Ziel­w­ert, obwohl die Nach­frage im Seg­ment leicht steigt.

Hohe Anschaffungskosten bleiben eine Hürde

Viele Kundin­nen und Kun­den sehen weit­er­hin hohe Kauf­preise als Bar­riere. Förder­pro­gramme fehlen vielerorts oder wirken nicht stark genug. Gle­ichzeit­ig sinken die Preise klas­sis­ch­er Ver­bren­ner, was den Umstieg zusät­zlich verzögert.

Ladeinfrastruktur wächst zu langsam

Die Ladepunk­te nehmen zwar zu, aber zu langsam und region­al sehr ungle­ich. In ländlichen Gebi­eten fehlen Schnel­l­lad­er, und Mietende haben oft keinen Zugang zu pri­vat­en Ladesta­tio­nen. Ohne ver­lässliche Ladeop­tion steigen viele nicht um.

Politische Ziele gelten als unrealistisch

Branchen­vertreter kri­tisieren, dass die offiziellen Ziel­w­erte kaum mit der Mark­tre­al­ität übere­in­stim­men. 50 Prozent Steck­er­an­teil bis Ende 2025 sei zu ambi­tion­iert, da wirtschaftliche Rah­menbe­din­gun­gen und Infra­struk­tur nicht mithal­ten.

Unsicherheiten hemmen Plug-in-Hybride

Plug-in-Hybride wach­sen zwar stark, doch ihr Ruf bleibt umstrit­ten. Viele poten­zielle Käufer zweifeln am tat­säch­lichen CO₂-Nutzen oder an der all­t­agstauglichen E‑Reichweite. Das schwächt den Markt zusät­zlich.

Folgen: CO₂-Ziele in Gefahr

Weil der Steck­er­an­teil zu niedrig bleibt, dro­hen Impor­teuren hohe CO₂-Aus­gle­ich­szahlun­gen. Zudem gerät die Verkehrspoli­tik unter Druck, weil die Kli­maziele mit den aktuellen Zulas­sungszahlen kaum erre­ich­bar sind.

Was es jetzt braucht

Um die Lücke zu schliessen, braucht die Schweiz schnellere Lade­in­fra­struk­tur, bessere Anreize und mehr Pla­nungssicher­heit. Erst wenn Kosten, Ver­füg­barkeit und All­t­agstauglichkeit stim­men, steigen die Zulas­sun­gen spür­bar.

Warum bleibt der Anteil der Steck­er­fahrzeuge hin­ter den Erwartun­gen zurück?

Weil Kosten, Lade­in­fra­struk­tur, Mark­ten­twick­lung und poli­tis­che Ziel­w­erte nicht har­monieren.

Hohe Anschaf­fungskosten brem­sen viele Käufer, beson­ders im Ver­gle­ich zu gün­stiger wer­den­den Ver­bren­nern.

Sie wächst region­al zu langsam und bietet zu wenig Pla­nungssicher­heit, vor allem für Mietende und Pen­del­nde.

Laut Branche nein. Die Vor­gaben sind ambi­tion­iert, aber nicht aus­re­ichend mit Mark­tbe­din­gun­gen abges­timmt.

CO₂-Ziele sind gefährdet, und Impor­teuren dro­hen Aus­gle­ich­szahlun­gen.

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