Im August 2025 stieg der Anteil von Plug‑in‑Hybriden an den Neuzulassungen auf 12,3 %, deutlich über dem Vorjahr (7,7 %). Dies ist ein klarer Hinweis, dass Plug‑in‑Hybride in der Schweiz beliebter werden, wie auto-schweiz in seiner monatlichen Statistik festhält. Insgesamt kamen in der Schweiz und Liechtenstein 16’136 neue Personenwagen auf die Strassen, 1,3 % mehr als im August 2024. Für die Auto-Importeure angesichts des arg gebeutelten Schweizer Automarktes eigentlich ein Grund zum Jubeln.
Zwischentitel: Steckerfahrzeuge erreichen neuen Höchstwert
Steckerfahrzeuge – also reine Elektroautos (BEV) plus Plug‑in‑Hybride – machten dabei im August satte 32,5 % der Neuzulassungen aus. Dies entspricht knapp einem Drittel des Marktes.
Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen Plug‑in‑Hybride besonders stark: Der Jahresanteil PHEV ist von 8,6 % auf 10,7 % gestiegen, während BEV von 18,2 % auf 20,5 % zulegte. Die PHEV legen aktuell also prozentual stärker zu.
Ziele des Bundes bleiben unerreicht
Trotz des Wachstums bleibt die Zielmarke des Bundes, 50 % Steckerfahrzeuge bis 2025, unerreichbar. Daher drohen Importeuren Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe. Die gleiche Situation bewog die Europäische Union im übrigen dazu, per 9. Juli 2025 Flexibilisierungsmassnahmen für die Zielerreichung in der EU in Kraft zu setzen. Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, findet denn auch: «Ein ähnliches Vorgehen ist auch für die hiesige Automobilwirtschaft dringend angezeigt, um Unternehmen und Konsumenten zu entlasten.»
Steuer- und Abgabenlast bleibt hoch
Vor diesem Hintergrund lohnt gemäss auto-schweiz ein Blick auf die hohe Steuer- und Abgabenlast für Automobilisten. Mit einem Kostendeckungsgrad von über 156 Prozent beziehungsweise Abgaben im Gesamtumfang von über 12,7 Milliarden Franken kommen die Automobilisten und auch die Schweizer Autowirtschaft für deutlich mehr als die von ihnen verursachten Kosten auf.
Für Mario Bonato, Ökonom von auto-schweiz, ist deshalb klar: «Mobilität muss bezahlbar werden. Dem Wildwuchs an Steuern und Abgaben gilt es entschieden entgegenzutreten, denn die Automobilbranche zahlt bereits mehr als ihren gerechten Anteil.» Ein wirksamer Hebel zur Entlastung wäre beispielsweise die Abschaffung der Automobilsteuer, die bei der Einfuhr in die Schweiz fällig wird. Diese Steuer in Höhe von 4 Prozent, faktisch ein Zoll, ist kaum verursachergerecht und wirkt äusserst marktverzerrend. Es gilt, die Steuerlast zu senken und das Abgabenchaos zu beenden.