CUSTOM CUPRA by ABT kommt ab Werk homologiert und ab CHF 1’100. CUPRA gab die Bestellfreigabe am 18. August 2026 im Newsroom der AMAG-Gruppe bekannt. Die Versionen für Formentor und Leon stehen im Konfigurator bereit. Bestellt wird über die regulären CUPRA Partnerbetriebe. Die Fahrzeuge verlassen das Werk fertig ausgestattet. Weitere technische Massnahmen sind für die Zulassung nicht nötig.
Individualisierung ab Werk statt Nachrüstung
Der entscheidende Punkt steckt im Fertigungsweg. Klassisches Tuning entsteht nach der Auslieferung. Ein Betrieb montiert Anbauteile, Räder oder Fahrwerkskomponenten am fertigen Fahrzeug.
Hier läuft es umgekehrt. Die Teile werden in der Serienfertigung verbaut. Das Fahrzeug ist bei Auslieferung bereits in dieser Konfiguration typgenehmigt.
ABT Sportsline aus Kempten ist dabei kein zufälliger Partner. Der Tuner arbeitet seit Jahrzehnten im Umfeld des Volkswagen-Konzerns. Mit CUPRA verbindet ihn zudem ein gemeinsames Engagement in der Formel E.
Was das Paket enthält und was nicht
Zum Umfang gehören Anbauteile und Designelemente. Dazu zählen ein Dachspoiler mit ABT Logo sowie Logos und Schriftzüge in Dark Chrome. Front- und Hecksplitter kommen dazu, ebenso Seitenschwellerverkleidungen mit CUPRA Schriftzug.
Die Räder unterscheiden sich je Modell. Der Formentor erhält 19-Zoll-Räder in 8J x 19 mit Reifen 245/40 R19. Beim Formentor VZ5 sind es 20-Zoll-Räder mit Reifen 255/35 R20. Der Leon startet mit 19-Zoll-Rädern und Reifen 235/35 R19. Ein spezifisches Felgendesign soll später folgen.
Nicht enthalten ist eine Leistungssteigerung. Die Mitteilung nennt weder Motor- noch Fahrwerksänderungen. CUPRA spricht folglich von einem Performance-Look, nicht von Performance. Diese Unterscheidung sollte man kennen.
Ausgenommen sind zudem die Varianten EXTREME und Tribe Edition. Beim VZ5 gehören Front- und Hecksplitter ohnehin zur Serie.
Warum Homologation ab Werk den Unterschied macht
Genau hier liegt der praktische Kundennutzen. In der Schweiz müssen Änderungen an einem zugelassenen Fahrzeug der Zulassungsbehörde gemeldet werden. In der Regel folgt eine Nachprüfung beim Strassenverkehrsamt.
Der Aufwand ist beträchtlich. Für Räder und Reifen braucht es oft Gutachten. Für Anbauteile sind Nachweise zur Verkehrssicherheit nötig. Termine beim Strassenverkehrsamt kosten Zeit und Geld.
Wer ab Werk bestellt, umgeht diesen Weg vollständig. Das Fahrzeug entspricht bereits der genehmigten Ausführung. Für viele Kundinnen und Kunden ist das der eigentliche Mehrwert.
Folgen für Versicherung und Restwert
Zwei weitere Punkte kommen dazu. Nachträglich montiertes Zubehör muss der Motorfahrzeugversicherung gemeldet werden. Andernfalls drohen Deckungslücken im Schadenfall. Werkseitige Ausstattung ist dagegen Teil des Fahrzeugs.
Ähnlich verhält es sich beim Wiederverkauf. Fahrzeugbewertungssysteme arbeiten mit hinterlegten Ausstattungscodes. Werkseitige Optionen lassen sich dort erfassen. Nachträgliches Tuning fliesst in der Regel nicht wertsteigernd ein. Es kann den Kreis der Interessenten sogar verkleinern.
Ob sich das Paket im Restwert niederschlägt, bleibt allerdings offen. Belastbare Zahlen dazu gibt es noch nicht.
Der Zubehörmarkt verschiebt sich zum Hersteller
Damit steht ein Branchenthema im Hintergrund. Optisches Zubehör war lange die Domäne freier Tuner und Zubehörhändler. Hersteller überlassen dieses Feld zunehmend nicht mehr.
Der Preis zeigt die Logik. Zwischen 1’100 und 1’500 Franken liegt deutlich unter dem, was vergleichbare Nachrüstungen samt Montage und Prüfung kosten. Über die Stückzahl der Serienfertigung rechnet sich das für den Hersteller anders als für eine Werkstatt.
Für den Fachhandel entsteht daraus Druck. Wer bisher Anbauteile montierte, verliert diesen Auftrag. Gleichzeitig gewinnen die Markenbetriebe. Denn sie verkaufen die Option im Konfigurator mit.
Die Marke gewinnt zusätzlich Kontrolle über das Erscheinungsbild. Ein einheitlich gestaltetes Fahrzeug schützt die Markenidentität besser als individuelle Umbauten.
Einordnung für Handel und Kundschaft
Für Kaufinteressierte ist die Rechnung einfach. Wer den Look will, erhält ihn ohne Prüfaufwand und ohne Versicherungsfragen. Der Aufpreis ist im Verhältnis zum Fahrzeugpreis gering.
Für den Handel ist es eine zusätzliche Marge im Neuwagengeschäft. Zudem erhöht ein individualisiertes Fahrzeug die Aufmerksamkeit im Showroom.
Wer allerdings mehr Leistung sucht, findet sie hier nicht. Dafür bleibt der Weg über den Fachbetrieb, samt Gutachten und Nachprüfung.
Was ist CUSTOM CUPRA by ABT?
Ein gemeinsam mit ABT Sportsline entwickeltes Individualisierungspaket. Es ist ab Werk verfügbar und im Konfigurator bestellbar.
Für welche Modelle gibt es das Paket?
Für alle Versionen des CUPRA Leon und des CUPRA Formentor sowie für den Formentor VZ5. Ausgenommen sind die Varianten EXTREME und Tribe Edition.
Was kostet die Individualisierung?
Der Aufpreis liegt zwischen 1’150 und 1’500 Franken. Beim Formentor VZ5 beträgt er 1’100 Franken.
Was ist im Paket enthalten?
Anbauteile, Dachspoiler mit ABT Logo, Logos in Dark Chrome, Front- und Hecksplitter, Seitenschwellerverkleidungen und modellspezifische Leichtmetallräder.
Bringt das Paket mehr Leistung?
Nein. Die Mitteilung nennt keine Motor- oder Fahrwerksänderungen. Es handelt sich um eine optische Aufwertung.
Was bedeutet vollständig homologiert?
Das Fahrzeug entspricht ab Werk der genehmigten Ausführung. Für die Zulassung sind keine zusätzlichen technischen Massnahmen nötig.
Was gilt bei nachträglichem Tuning in der Schweiz?
Änderungen an einem zugelassenen Fahrzeug sind der Zulassungsbehörde zu melden. In der Regel folgt eine Nachprüfung beim Strassenverkehrsamt.
Muss Zubehör der Versicherung gemeldet werden?
Nachträglich montiertes Zubehör ja. Werkseitige Ausstattung ist dagegen Teil des Fahrzeugs.
Wirkt sich das Paket auf den Restwert aus?
Werkseitige Optionen lassen sich in Bewertungssystemen erfassen. Belastbare Zahlen zum konkreten Effekt liegen nicht vor.
Wie wird bestellt?
Über den Konfigurator und die regulären CUPRA Partnerbetriebe. Ein separater Werkstattgang entfällt.