Der Kanton Aargau will mitreden, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht. Ab 2025 sollen automatisierte Fahrzeuge in ersten Pilotprojekten getestet werden – im Fokus: Erfahrungen sammeln, rechtliche Fragen klären und den ÖV der Zukunft vorbereiten.
Kanton Aargau testet automatisierte Fahrzeuge im öV
Der Kanton Aargau plant den Einstieg in die automatisierte Mobilität. Ab 2025 sollen in einer dreijährigen Pilotphase erste Tests mit automatisierten Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr starten. Ziel ist es, wertvolle Erkenntnisse für den künftigen Einsatz solcher Technologien zu sammeln – sowohl technisch als auch rechtlich.
Damit reiht sich der Aargau in die Reihe jener Kantone ein, die aktiv an der Mobilität der Zukunft mitarbeiten wollen. Im Fokus steht vor allem der Einsatz im regionalen öffentlichen Verkehr, etwa als Zubringer in Randgebieten oder als Ergänzung zum bestehenden Fahrplan.
Autonom, aber unter Aufsicht
Die geplanten Testfahrzeuge sollen über einen hohen Automatisierungsgrad verfügen – aber nicht völlig ohne menschliche Kontrolle unterwegs sein. Die Projekte werden begleitet, überwacht und ausgewertet. Damit will der Kanton rechtliche, technische und betriebliche Fragen frühzeitig klären und seine Rolle als „lernende Behörde“ stärken.
Praxisnahe Erkenntnisse für den ÖV der Zukunft
Laut Regierungsrat Dieter Egli will der Aargau nicht abwarten, sondern aktiv gestalten. Mit den Tests soll überprüft werden, wie automatisierte Fahrzeuge in reale Verkehrsnetze eingebunden werden können – und wie die Bevölkerung darauf reagiert.
Gleichzeitig soll das Projekt Impulse für Innovationen im Verkehrssektor liefern, z. B. bei der Fahrplangestaltung oder der Anbindung ländlicher Gebiete.