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Fussverkehr und Klimawandel

Fachtagung macht Fussverkehr klimafit

Hitzeinseln, Starkniederschläge und versiegelte Flächen erschweren das Gehen zunehmend. Gleichzeitig bietet der Fussverkehr grosses Potenzial gegen den Klimawandel. An der Fachtagung von Fussverkehr Schweiz letzte Woche in Sion diskutieren rund 100 Fachpersonen Lösungen und «Good Practices».
Fachtagung von Fussverkehr Schweiz in Sion mit 100 Fachpersonen. Symposium organized by Fussverkehr Schweiz in Sion with 100 experts. Colloque organisé par Mobilité piétonne Suisse à Sion avec 100 experts.
© Photo Studio 54
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Fussverkehr Schweiz lädt am 25. Juni 2026 zur Fachtagung nach Sion, im Auftrag des ASTRA und mit Unterstützung von Kanton Wallis und Stadt Sion.
• Hitzeinseln, Starkniederschläge und versiegelte Flächen erschweren das Gehen, während der Fussverkehr den geringsten CO₂-Fussabdruck aufweist.
• Rund 100 Fachpersonen diskutieren «Good Practices»; zugleich erscheint die neue Publikation «Gehen in Zeiten des Klimawandels».

Gehen in Zeit­en des Kli­mawan­dels ver­langt einen kli­maangepassten Strassen­raum. Denn der Kli­mawan­del ist in den Sied­lungsräu­men längst spür­bar. Hitzein­seln, Starknieder­schläge und ver­siegelte Flächen erschw­eren das Gehen zunehmend. Den­noch bietet der Fussverkehr gross­es Poten­zial gegen die Kli­mafol­gen. Deshalb hat Fussverkehr Schweiz am 25. Juni 2026 zu ein­er Fach­ta­gung nach Sion geladen. Rund 100 Fach­per­so­n­en aus Pla­nung, Ver­wal­tung und Poli­tik disku­tieren dort Lösun­gen.

Die Tagung fand im Auf­trag des Bun­de­samts für Strassen (ASTRA) statt. Zudem haben der Kan­ton Wal­lis und die Stadt Sion den Anlass finanziell unter­stützt.

Klimaschutz und Gehen gemeinsam denken

Kli­maschutz, Kli­maan­pas­sung und Fussverkehr lassen sich gemein­sam denken. Genau dies forderte die Tagung. Denn isolierte Mass­nah­men greifen zu kurz, während inte­gri­erte Ansätze allen nutzen. Nur so entste­hen Sied­lun­gen, die zugänglich, sich­er und attrak­tiv bleiben. Ger­ade dort, wo Zielkon­flik­te beste­hen oder Ressourcen knapp sind, zählt das Zusam­men­spiel.

Hitzeinseln und Starkniederschläge fordern den öffentlichen Raum

Städtis­che Hitzein­seln nehmen zu, und sie belas­ten Men­schen zu Fuss beson­ders stark. Zudem häufen sich Starknieder­schläge, weshalb Über­schwem­mungen den öffentlichen Raum bedro­hen. Ver­siegelte Strassen- und Weg­net­ze ver­schär­fen bei­de Prob­leme zusät­zlich. Fol­glich braucht der öffentliche Raum eine kon­se­quente Anpas­sung an die neuen kli­ma­tis­chen Bedin­gun­gen.

Fussverkehr mit dem geringsten CO₂-Fussabdruck

Das Gehen verur­sacht den ger­ing­sten CO₂-Fuss­ab­druck aller Fort­be­we­gungsarten. Deshalb gilt der Fussverkehr als zen­traler Hebel für kli­mafre­undliche Mobil­ität. Wer ihn fördert, senkt Emis­sio­nen und gewin­nt zugle­ich Leben­squal­ität. Somit verbindet das Gehen Kli­maschutz, Gesund­heit und sozialen Zusam­men­halt.

ASTRA: Mobilität als Gesamtsystem denken

Auch der Bund hat an der Fach­ta­gung die Notwendigkeit der Zusam­me­nar­beit betont. Denn Fussverkehrs­förderung gelingt nur im Ver­bund. Erwin Wieland, stel­lvertre­tender Direk­tor des ASTRA, brachte es auf den Punkt:

Wer den Fussverkehr fördern will, muss Mobil­ität als Gesamt­sys­tem denken. Das gelingt nur in enger Zusam­me­nar­beit von Bund, Kan­to­nen, Gemein­den und Städten sowie mit ein­er Infra­struk­tur, die im Ein­klang mit den anderen Verkehrsmit­teln gestal­tet ist.

Resilienz der Gemeinden: Strategien und Instrumente

An der Tagung wurde deshalb auch nach konkreten Hebeln für Gemein­den und Städten gesucht. Welche Strate­gien stärken ihre Resilienz gegenüber dem Kli­mawan­del? Und welche Pla­nungs- und Umset­zungsin­stru­mente entwick­eln das Fuss­weg­netz kli­maangepasst weit­er? Antworten liefer­ten «Good Prac­tices» aus der Prax­is, die die Fach­per­so­n­en vor Ort disku­tieren kon­nten.

Wenn Kli­maschutz, Kli­maan­pas­sung und die Förderung des Fussverkehrs gemein­sam gedacht und umge­set­zt wer­den, entste­hen Lösun­gen, von denen alle prof­i­tieren, ins­beson­dere Kinder, ältere Men­schen und Per­so­n­en mit eingeschränk­ter Mobil­ität.

Neue Publikation «Gehen in Zeiten des Klimawandels»

Rechtzeit­ig zur Tagung ist auch die neue Pub­lika­tion «Gehen in Zeit­en des Kli­mawan­dels» erschienen. Fussverkehr Schweiz erar­beit­ete diese zusam­men mit dem Bun­de­samt für Strassen (ASTRA). Sie zeigt, wie Kli­maschutz, Kli­maan­pas­sung und Fussverkehrs­förderung zusam­men­wirken kön­nen und müssen. Ver­füg­bar ist sie seit dem 25. Juni 2026 auf der Web­site von Fussverkehr Schweiz.

Warum ist der Fussverkehr für den Kli­maschutz wichtig?

Das Gehen verur­sacht den ger­ing­sten CO₂-Fuss­ab­druck und gilt deshalb als zen­traler Hebel für kli­mafre­undliche Mobil­ität.

Vor allem Hitzein­seln, häu­figere Starknieder­schläge und ver­siegelte Flächen erschw­eren das Gehen im Sied­lungsraum.

Sie zeigt, wie sich Kli­maschutz, Kli­maan­pas­sung und Fussverkehrs­förderung gemein­sam denken und umset­zen lassen. Erschienen ist sie mit dem ASTRA, online ab 25. Juni 2026.

Alle Men­schen prof­i­tieren, ins­beson­dere Kinder, ältere Men­schen und Per­so­n­en mit eingeschränk­ter Mobil­ität.

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