Werbung
Schweiz fährt autonom

Pilotbetrieb mit autonomem Linienbus in Arbon

In Arbon beginnt der Pilotbetrieb des ersten autonomen Linienbusses der Schweiz. Der elektrische Karsan e‑ATAK «Artour» fährt auf einer 2,5 km langen Strecke durch die Altstadt – mit Sensoren, Sicherheitsperson und später Fernsteuerung.
Ab Herbst 2025 startet in Arbon mit dem elektrischen Karsan e‑ATAK „Artour“ der erste autonome Linienbus der Schweiz. Starting in fall 2025, Switzerland's first autonomous bus, the Karsan e-ATAK “Artour,” will go into service in Arbon. À partir de l'automne 2025, le premier bus autonome de Suisse, le Karsan e-ATAK « Artour », sera mis en service à Arbon.
© Karsan
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Arbon testet den ersten autonomen Linienbus der Schweiz ab Herbst 2025.
• Der elektrische Karsan e ATAK „Artour“ fährt mit Kamera und Lasersensoren, maximal 30 km/h.
• Sicherheitsfahrer begleitet, langfristig geplant: Fernsteuerung ohne Person am Steuer.

Ab Herb­st 2025 startet in Arbon der erste autonome Lin­ien­bus der Schweiz – der Karsan e‑ATAK Artour. Das Shut­tle fährt auf ein­er rund 2,5 Kilo­me­ter lan­gen Route durch die Alt­stadt. Der Bus ist elek­trisch, nutzt Kam­eras und Lasersen­soren (LiDAR) für die Nav­i­ga­tion und erre­icht bis zu 30 km/h. Zunächst begleit­et ein Sicher­heits­fahrer die Fahrt, später soll die Steuerung aus der Ferne erfol­gen, wie unter anderem SRF berichtet.

Selbstfahrender Linienbus in Arbon nimmt Fahrt auf

Arbon wagt sich vor: Mit dem Selb­st­fahren­den Lin­ien­bus startet das Pilot­pro­jekt SCCL der Tech­nis­chen Gesellschaft Arbon TGA (Self Con­trolled City Lin­er) als schweizweit erste automa­tisierte ÖV‑Linie. Die Tech­nis­che Gesellschaft Arbon (TGA) leit­et das Pro­jekt, gemein­sam mit Eurobus Ostschweiz AG, Stadt Arbon und weit­eren Part­nern. Das Bun­de­samt für Strassen (ASTRA) und das Bun­de­samt für Verkehr (BAV) begleit­en das pro­jekt gemäss Mit­teilung eng.

Technik und Sicherheit: Sensoren statt Lenkrad

Der 8‑Meter‑Bus fährt elek­trisch und nutzt Kamera‑ und Lasertech­nik. Elf Kam­eras und weit­ere Sen­soren übernehmen Nav­i­ga­tion und Fahrfunk­tio­nen. Trifft Störun­gen ein, kann der Bus jed­erzeit per Fern­s­teuerung gestoppt wer­den. Ein Sicher­heits­fahrer ist während des drei­jähri­gen Betriebs stets an Bord.

Testphase bis Herbst – dann mit Passagieren

Aktuell läuft die Test­phase. Ab Herb­st 2025 sollen dann plan­mäs­sig Pas­sagiere mit­fahren dür­fen. Damit wird Arbon zur ersten Stadt in der Schweiz, die einen autonomen Lin­ien­bus im öffentlichen Verkehr im Betrieb real­isiert. In der Schweiz gab es zuvor indessen schon mehrere Ver­suche mit autonomen Bussen – nicht immer erfol­gre­ich:

Das erste Schweiz­er Pilot­pro­jekt startete 2016 in Sit­ten VS: Die Postau­to AG beförderte während drei Jahren 54’000 Fahrgäste mit autonomen Bussen. Doch es kam zu tech­nis­chen Schwierigkeit­en und einem Unfall.

2018 startete in Neuhausen am Rhe­in­fall SH ein selb­st­fahren­der Klein­bus – einge­bun­den in den reg­ulären Strassen­verkehr und das Leit­sys­tem der Verkehrs­be­triebe, eine Welt­premiere. Bis Herb­st 2019 beförderte er über 35’000 Fahrgäste. Eine ETH-Studie zeigte wach­sende Zus­tim­mung zum autonomen Fahren und einen Imagegewinn für die Region. Auch in Bern, Meyrin und Zug testete man ähn­liche Shut­tles.

SCCL‑Pilotprojekt: Vision trifft Praxis

Das Pro­jekt Self Con­trolled City Lin­er (SCCL) wurde 2019 von der TGA anlässlich ihres 100‑Jahre‑Jubiläums ini­ti­iert. Mit Unter­stützung von Eurobus, Stadt Arbon, Arbon Energie, Postau­to AG und Larag Wil bringt das Pro­jekt smarte Tech­nik auf die Strasse. Ziel: nach­haltige, sichere Mobil­ität der Zukun­ft.

Kommentare:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Beiträge

Neue Preisuntergrenze bei VW Elektro

VW ID. Polo startet mit 37 kWh Batterie ab 24’900 Franken

Volkswagen öffnet den Vorverkauf für den ID. Polo mit 37 kWh Batterie. Der elektrische Kleinwagen startet bei 24'900 Franken und schafft nach Werksangaben bis zu 334 km. Zwei Leistungsstufen und drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl, während der ID. Polo GTI die Baureihe nach oben abschliesst.

Anonym und ohne Smartphone

Was die neuen BAV-Vorgaben für Reisende im öV bedeuten

Anonym reisen und ohne Smartphone ein Billett lösen bleibt im öV möglich. Das BAV hat die Anforderungen an die Vertriebskanäle präzisiert und klare Fristen gesetzt. Der Überblick erklärt, wie Anonymität definiert ist, welche Kaufmöglichkeiten bleiben und was Reisende bei Problemen unternehmen können.

Einordnung zur öV-Preisrunde

Auch 3.6 Prozent bleiben eine happige öV-Preiserhöhung

Der Preisüberwacher hat der öV-Branche eine tiefere Tariferhöhung abgerungen, und das verdient Anerkennung. Trotzdem steigen die Preise deutlich stärker als die Teuerung. Das GA 2. Klasse kostet ab Dezember erstmals über 4'000 Franken. Die eigentliche Ursache liegt aber nicht bei der Branche, sondern im Bundeshaus.